Ich will die Wertschätzung meiner Jugend weitergeben

Karnevalsumzug 1988 in Wirges "Thing-Club"

Karnevalsumzug 1988 in Wirges „Thing-Club“

Meine Jugendjahre habe ich zum größten Teil in einer Jugendgruppe der katholischen Kirche verbracht. Direkt nach dem Firmunterricht wurde ich Mitglied im Thing-Club, einer starken Gemeinschaft junger Leute.

Das Thing war die wichtigste und mächtigste Institution bei den germanischen Stämmen. Wie bei vielen anderen Stammesgesellschaften hatte es bereits demokratische Züge – und das zu einer Zeit, in der die „zivilisierte“ Welt von Königen, Kaisern und Kalifen regiert wurde. Die Leitung des Things hatte eine besondere Person. Aber jedes Mitglied durfte sprechen und seine Meinung äußern.

Selbstverständlich waren wir, trotz des germanischen Namens, eine Jugendgruppe der Kirche. Dieter Hutya hat uns mit seiner unbeschreiblichen Begeisterung wichtige Prinzipien demokratischen Handelns im Thing-Club beigebracht. Er ist ein besonderer Mensch, der mein Leben sehr geprägt hat und mein Herz mit Dankbarkeit füllt.

Rockkonzerte mit Vertrauensvorschuss

Jeden Donnerstag trafen wir uns im „Jugendheim“, um über interessante Projekte zu diskutieren oder gemeinsame Aktivitäten zu planen. Der Wunsch, ein großes Rockkonzert zu veranstalten, wurde Wirklichkeit, weil Dieter uns Vertrauen schenkte. Er hat uns zugetraut, eine Veranstaltung zu organisieren, und glaubte an unsere Einsatzbereitschaft. Zu dieser Zeit war es nicht üblich, Festivals zu organisieren.

Da wir noch nicht geschäftsfähig waren, musste Dieter uns im Pfarrgemeinderat vertreten und für uns bürgen.

Seine Worte: „Die sind zwar nicht geschäftsfähig, aber die können das!“, gehen mir heute noch durch Mark und Bein. Wegen seines Vertrauens durften wir als Minderjährige ein Rockkonzert mit mehr als Tausend Besuchern veranstalten. Er hat uns in vielen Projekten beraten, begleitet ,angefeuert und immer an uns geglaubt.

Später habe ich selbst eine Jugendgruppe übernommen, um meine guten Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben. Die Gruppe hieß Treff 2000 und bis zu meinem beruflich bedingten Umzug nach Köln habe ich mein Ehrenamt dort eingesetzt.

Jeder Mensch verdient Wertschätzung und Vertrauen

Wenn ich heute Menschen begegne, bekommen sie von mir grundsätzlich einen Vertrauensvorschuss. Die wertvollen Erfahrungen meiner Jugend und das persönliche Engagement von Dieter Hutya haben dafür den Grundstein gelegt.

Jeder Mitarbeiter darf von seinem ersten Arbeitstag an die Kasse meines Geschäftes. Ich vertraue darauf, dass sie

mein Vertrauen nicht missbrauchen. Bisher bin ich nicht enttäuscht worden. Menschen sind es wert, dass ich mich für ihre Weiterentwicklung einsetze und mein Herzblut investiere. Selbstverständlich habe ich auch Dämpfer erlebt, aber die halten mich nicht davon ab, an das Gute im Menschen zu glauben.

Dieter Hutya ist heute noch aktiv und hat immer wieder neue Gruppen übernommen. Er arbeitet im Pfarrgemeinderat und ist im Elternbeirat des Kindergartens aktiv. Er hat viel Gegenwind bekommen, sich aber niemals davon abhalten lassen, in junge Menschen zu investieren. Neben meinen Eltern war Dieter einer der prägenden Menschen in meinem Leben.

Vertrauen macht Sinn – das durfte ich von ihm lernen und weitergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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